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Erfahrungsbericht
Nach meinem Auslandsaufenthalt in Sydney 2005 an der Macquarie University versuche ich in diesem Erfahrungsbericht meine Eindrücke wiederzugeben und dem ein oder anderem somit die Planungen oder Entscheidungen etwas einfacher zu machen. Vorbereitungen Als Richtlinie wird immer ein Jahr Vorbereitungszeit angegeben. Meiner Erfahrung reicht diese Zeitspanne sehr gut aus. Man muss allerdings beachten, dass Stipendien teilweise längere Bewerbungsphasen haben. Man sollte sich von daher im Voraus über mögliche Stipendien informieren, danach ist dann ein Jahr Vorbereitung mehr als ausreichend! Alles Weitere ist über Institute wie in meinem Fall Ranke-Heinemann sehr einfach und schnell abzuwickeln! Alle Kommunikation mit der australischen Universität wird über das Institut abgewickelt (Übersetzungen, Beglaubigungen, …). Dieser Service macht die Bewerbung an der Universität sehr einfach und unkompliziert! Anreise/Ankunft Bei der Fluglinienwahl sollte man auf das Gepäcklimit achten! Der Flug über Amerika erlaubt es einem, 60kg Gepäck mitzunehmen; die Route über Asien nur 20kg! Allerdings erhöhen einige Fluglinien auf Anfrage das Limit um 10kg für Auslandsstudenten! Generell sind die Fluglinien sehr kulant beim Gepäcklimit, sobald man sich als Auslandsstudent ausgibt, der ja für 6 Monate Gepäck mitnehmen muss! Erst einmal angekommen in Sydney, sollte man sich erst einmal in ein Youth Hostel einbuchen und von dort aus auf Wohnungssuche gehen. Das ist meiner Meinung nach deswegen besser, weil der Wohnungsmarkt in Sydney zwar üppig ist, allerdings auch viele üble Überraschungen zu bieten hat! Inspektionen vor Ort sind unerlässlich, von daher ist eine Suche schon von Deutschland aus nicht unbedingt sinnvoll! Ich persönlich bin im Greenwich Village untergekommen und war zufrieden, allerdings auch nicht mehr als die Basics. Kostenloses Abendessen fande ich persönlich sehr vorteilhaft, weil man in den ersten Tagen so viel um die Ohren hat und dann sich nicht auch noch um sein Essen zu kümmern braucht! Das Wake Up Hostel ist auch sehr beliebt und ist sehr zentral gelegen! Wohnen Für die Wohnungssuche sollte man sich Zeit lassen. Eine Woche kann reichen, kann aber auch knapp sein. Die beste Vorgehensweise ist entweder über das Internet (www.realestateagent.com.au, www.easyroommate.com) oder über die Samstagsausgabe des Sunday Morning Herold. Und wie immer gilt: Der frühe Vogel fängt den Wurm! Die Mieten werden in Australien wöchentlich bezahlt und meistens fallen zusätzliche Nebenkosten für Gas, Strom oder Wasser an. Beliebte Stadtteile zum Wohnen sind Surry Hills, Paddington, Glebe, Newtown,… Am besten sucht man in der Nähe der Uni of Sydney oder UNSW, wenn man einen „Studentenstadtteil“ sucht! Prinzipiell ist das Wohnen in der Stadt vorteilhafter als an der Macquarie Uni, weil diese sehr weit außerhalb liegt und nachts nahezu unerreichbar ist (abgesehen von ca. 1,5h Fahrt). Das Nachtleben in Sydney findet in Kings Cross und Darling Harbor statt. Verkehrssystem In 6 Monaten habe ich immer noch nicht verstanden, wie dieses Verkehrssystem zum „Besten der Welt“ gehören soll. Es baut hauptsächlich auf Bussen auf, die meist unberechenbar sind und am Anfang sehr verwirrend, weil viele Busstationen nicht mal Namen haben, im Bus nicht angekündigt werden und teilweise die Stationen nicht mal Zeitpläne haben! Außerdem gibt es ein Zugsystem, welches größere Entfernungen erschließt, allerdings (noch) nicht die Macquarie Uni! Den Anfangsfehler, auf den Bus zu warten, ohne ihm zu signalisieren dass man einsteigen will, macht wohl jeder: mit dem Resultat das der Bus vorbei fährt und man erstmal zu spät kommt! Außerdem ist das Verkehrssystem sehr teuer! Eine Wochenkarte mit der Zone der Macquarie University kostet 40 AUS$. Das sind immerhin 100€ im Monat! Exchange Studenten bekommen 50% Ermäßigung auf den Kaufpreis, Study Abroad Studenten sind von dieser Ermäßigung ausgeschlossen. Klingt komisch, ist auch so! Geld Die wohl beste Methode, Geld nach Australien zu transferieren, ist das Junge Konto der deutschen Bank! Dieses ist für Studenten kostenlos und es ermöglicht einem an Westpac (australische Bank) Automaten (in Englisch ATM) kostenlos Geld abzuheben! Da die Westpac ziemlich gut vertreten ist, hatte ich persönlich nie Probleme an Geld zu kommen! Selbst auf Reisen hatte ich keine Probleme, einen Westpac ATM zu finden. Auf dem Macquarie Campus selbst ist keine Bank, aber im nebenan gelegenem Shopping Centre (5min zu Fuß) befindet sich auch ein Westpac ATM. Mit einem Konto anderer Banken kann man auch direkt am Campus Geld abheben. Allerdings traten sowohl bei mir als auch bei anderen Studenten Probleme mit der Karte auf. Das ging von „Karte kann nicht gelesen werden“ (mein Fall, ich brauchte eine neue Karte) zu temporären Störungen! Man sollte also auf jeden Fall immer noch Kreditkarten zur Sicherheit dabei haben! Es ist dann auch vor Ort möglich, ein Konto zu eröffnen, braucht man aber als gewöhnlicher Student kaum! Die Miete kann auch bei den Banken per Cash überwiesen werden. Allerdings ist natürlich Online Banking bequemer und wer arbeitet, kommt nicht ohne Konto aus. Sydney Sydney zu beschreiben ist etwas schwer, da jedem diese Stadt wohl anders gefällt. Ich habe mich sehr wohl in Sydney gefühlt. Vor allem der Hafen und die umliegenden Strände sind einfach unschlagbar! Es ist ziemlich einfach, sich in Sydney CBD zurecht zu finden. Allerdings ist Sydney im Vergleich zu z.B. Melbourne nicht so europäisch … und das bedeutet z.B. ganz konkret, dass man in Sydney kaum enge Gassen mit kleinen Bars, Cafes oder Restaurants findet! Dieser „europäische“ Stil ist Sydney eher fremd, es finden sich große Hotels, die mit einer Übernachtungsstätte weniger zu tun haben. Hotels gibt es an jeder Ecke und sind große Bars, manche über mehrere Etagen, mit teilweise eigener Tanzfläche! Hotels sind ganz nett, allerdings ziehe ich kleine individuelle Bars vor, und das sind solche Hotels definitiv nicht! Dies soll aber nicht heißen, dass es so was in Sydney nicht gibt, nur eben sehr viel weniger! Allerdings ändert das nichts an der Tatsache das Sydney eine sehr schöne Stadt mit noch besseren Möglichkeiten ist. Zusammenfassend würde ich die Qual der Wahl zwischen Sydney und Melbourne als eine Wahl zwischen „Sommerleben“ in Sydney (sehr gutes Wetter und viele Strände, die quasi zum Leben dazugehören) und „Lifestyle“ in Melbourne (individuelle Stadt, auch „Stadt des Sports“) beschreiben. Allerdings, eine falsche Wahl kann man dabei nie treffen! Die Uni Die Macquarie University liegt ca. 1- 1,5h außerhalb von Sydney und ist per Bus (und bald Bahn) zu erreichen! Die Zeit variiert je nach Verkehr und somit sind Verspätungen nie auszuschließen. Die Uni an sich ist in einem netten Park gelegen, die Gebäude dagegen sind eher betongrau und unspektakulär! Die Einrichtung der Uni ist gut, allerdings erwartet man für solche Studiengebühren eine bessere Ausstattung (zumindest was ich gesehen habe). Speziell die Bibliothek ist zwar üppig mit PCs ausgestattet, aber gegen Ende des Semesters wurde es immer schwerer einen Laptopplatz zu finden (bis unmöglich). Der Computerraum war meistens voll und man musste anstehen, allerdings nie länger als 5min! Meine belegten Kurse in Business Administration waren sehr gut bis enttäuschend (ich habe nur Undergraduate Kurse besucht, von Postgraduate Kursen habe ich anderes gehört als das was ich hier beschreibe). Empfehlen kann ich „Asian Business Environments“, dieser Kurs war sehr interessant und hat viele neue Ansichten vermittelt. Weiterhin soll der Kurs „Middle East Relations“ sehr gut sein, vor allem wegen dem integrierten Planspiel. Leider habe ich zu spät von dem Kurs erfahren, um an ihm teilzunehmen, aber für jeden der sich ein bisschen dafür interessiert, sollte sich diesen Kurs anschauen. Generell würde ich persönlich das australische Undergraduate Niveau eher unter dem deutschen Niveau einschätzen, der Fokus liegt in Australien mehr auf Wissensaufnahme. Folglich ist es schwer, eine richtig gute Note an der Macquarie zu schreiben (speziell als Ausländer). Dafür ist es aber mit ein bisschen Lernen genau so schwer, irgendwo durchzufallen! Allerdings enthält es auch wesentlich mehr Aufwand während des Semesters, weil in fast jedem Fach Assignments abzugeben sind und Referate gehalten werden müssen. Vor allem nach dem Mid Semester Break wurde es manchmal schon etwas stressig. Rückblickend würde ich sagen, dass die Macquarie keine schlechte Universität ist, ich allerdings mehr für mein Geld erwartet hätte! Die Uni of Sydney z.B. hat einen sehr viel schöneren Campus, allerdings ist fraglich dafür zusätzlich noch 1000$ Studiengebühren zu zahlen. Und man sollte niemals glauben, man wäre der einzige Deutsche in Australien! Allein an der Macquarie Uni waren im 2. Semester 2005 allein 550 Deutsche, nach den Amerikanern die zweitgrößte Gruppe! Und wer ein bisschen reist, merkt sehr schnell, dass noch viel mehr in Australien unterwegs sind. Schlecht ist das sicher nicht, aber man sollte das meiner Meinung nach darauf vorbereitet sein. Rückblickend kann ich sagen, dass ich mit der Wahl der Macquarie University nicht unzufrieden war, vor allem das von der Uni vermittelte Praktikum hat mir sehr gut gefallen! Allerdings muss ich auch sagen, dass die Studiengebühren nicht dem angebotenen Service gerecht wurden, auch wenn dieser definitiv besser als in Deutschland. Allein das „Preis-Leistungsverhältnis“ hat meiner Meinung nach nicht gestimmt. Die Erfahrung, 6 Monate in Sydney gelebt und studiert zu haben, macht das aber definitiv wieder wett! Nachtleben Wie in jeder Großstadt findet man auch in Sydney immer und überall etwas zum feiern! Das große Weggehviertel ist Kings Cross bzw. die Oxford Street für Homosexuelle. Clubs in Sydney sind relativ teuer, vor allem der Eintritt kostet im Schnitt 20$ (=13€). Allerdings sind alle Hotels meistens ohne Eintritt. Es sollte aber für jeden Geschmack etwas dabei sein. Das Greenwood Hotel ist donnerstags recht beliebt, das Publikum dagegen gewöhnungsbedürftig. Zu Anfang des Semester viele Privatpartys in Form von Einweihungs- oder Geburtstagsfeiern. Nette Bars bzw. Cafes findet man auch in Newtown oder Glebe nahe der Uni of Sydney. Diese Stadtteile sind eher studentisch geprägt und sehr nett dort zu leben! Aber auch Paddington ist ein sehr netter Stadtteil zum Ausgehen! Alkohol wird in New South Wales nur in Bottle Shops verkauft, die teils auch unterschiedliche Preise haben, vergleichen lohnt sich daher! Auch die Bierpreise in den Bars sind unterschiedlich, generell zahlt man aber 4€ für 0,4l! Hochprozentige Drinks sind dementsprechend noch teurer. Fazit Abschließend kann ich sagen, dass diese 6 Monate eine super Zeit war, und der Abschied dementsprechend nicht leicht war! Ich habe mich in Sydney sehr wohl gefühlt und die Zeit in vollen Zügen genossen. Ich würde es jederzeit wieder machen … Und deswegen möchte ich Ranke Heinemann und Quantas für die großartige Unterstützung und Bertreuung danken, ohne die sicherlich einiges schwieriger gelaufen wäre! Dass ein Auslandssemester so „einfach“ zu organisieren ist, hätte ich nie geglaubt … man muss es einfach nur tun!
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Gute Gründe für eine Studienplatzbewerbung über unser Sekretariat! | ||||||||||||||||||||||||||
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