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NO WORRIES, MATE!...dieser bei Australiern sehr beliebte Ausspruch spiegelt auch gleichzeitig ihre freundliche und relaxte Lebenseinstellung wider, und Ihr könnt Euch schon mal freuen: Sie färbt ab!
Mein Erfahrungsbericht soll diejenigen, die ein Studium an der Macquarie University aufnehmen bzw. darüber nachdenken mit Zusatzinfos versorgen und ein paar Tipps für das Leben in Sydney geben. Ready – Set – Go! 1. Vorbereitung Es gibt viel zu tun! Unis aussuchen, Sprachtest, Visum, Flug, Panel Doctors undundund. Ein dreiviertel Jahr ist entspannter Zeitraum, um alles in Ruhe und gründlich zu planen. Das Institut Ranke-Heinemann war mir bei der Vorbereitung eine große Hilfe: die persönliche Beratung war topp – immer sehr kompetent und freundlich - und die Website informiert über alles Wichtige rund um ein Studium in Australien und Neuseeland. In Sydney angekommen gibt es auch wiederum einige Dinge zu organisieren, deshalb würde ich jedem empfehlen, circa zwei bis drei Wochen vor Studiumsbeginn anzureisen, um sich schon mal ein bisschen einzuleben, ein Zimmer zu suchen und formale Dinge zu erledigen. 2. Macquarie University a) Allgemeine Fakten Die Macquarie ist eine der jungen Universitäten in Sydney, die sich innerhalb der letzten Jahre gegen die älteren etabliert hat und für viele Fächer, vor allem für Business, einen guten Ruf genießt. Die Studiengebühren sind hier etwas niedriger als an anderen Universitäten in Sydney. Ob Study Abroad, Exchange, Bachelor- oder Masterprogramm – die Macquarie bietet all das für ein breites Fächerspektrum an. Besonders beliebt sind die Masterstudiengänge, wie z.B. Master of International Business oder Master of Commerce mit verschiedenen Schwerpunkten, da diese in zwei Semestern absolviert werden können. Ich selbst habe den Master of Commerce in Business gemacht, den ich aufgrund seiner individuellen Kurszusammenstellung sehr empfehlen kann. b) Lage und Erreichbarkeit Die Macquarie Uni befindet sich in North Ryde – circa 20 km nördlich der Innenstadt und liegt somit etwas ab vom Schuss. Ab voraussichtlich 2008 ist die Trainstation „Macquarie University“ fertig gestellt, bis dahin muss man aber entweder den Bus ab der City nehmen (QVB oder Wynyard) oder mit dem Zug bis Epping oder Chatswood fahren und dann den Bus nehmen. Je nach Wohnlage kann die Fahrt 30 bis 90 Min. in Anspruch nehmen. Da man aber meistens nur zwei- bis dreimal pro Woche zur Uni muss, ist das für die meisten nicht so schlimm. Die Uni an sich ist ein großer Campus mit etwas veralteten, aber sehr gut ausgestatteten Gebäuden, viel Grün, vielen Vögeln und noch mehr Asiaten, die hier schätzungsweise die Hälfte aller internationalen Studenten ausmachen, was an anderen Unis aber nicht viel anderes ist. Sydney ist mein persönliches Mini-Asia! c) Einführungswoche Zwei Wochen vor Beginn des Semesters gibt es eine „Orientation Week“, die sich gut dazu eignet andere neue Studenten, den Campus und einige Attraktionen von Sydney kennen zu lernen und sich über das Kurssystem, Einschreibprozedere und formale Angelegenheiten zu informieren. d) Kurse und Niveau Die meisten Kurse haben zwischen 20 und 50 Teilnehmern und sind sehr gut. Die Dozenten sind kompetent, gut vorbereitet, der Stoff ist sehr aktuell und praxisnah und der Unterricht interaktiv und interessant gestaltet. Durch die vielen Gruppenarbeiten lernt man außerdem in internationalen Teams zu arbeiten, was nicht immer ganz einfach und teilweise ganz schön zeitaufwendig, aber für die persönliche Entwicklung positiv ist. Unter den Dozenten gibt es allerdings auch an der Macquarie ein paar schwarze Schafe, die ein interessant klingendes Fach schnell nur noch durch die Kaffeepausen zum Wachrütteln erträglich machen. Mein Rat ist die Öhrchen offen zu halten, ältere Semester fragen, welche Kurse gut/schlecht sind und schnell reagieren und ggf. den Kurs zu wechseln, was innerhalb der ersten beiden Wochen möglich ist. Vom Schwierigkeitsgrad sind alle Kurse gut zu packen, der Arbeitsaufwand ist allerdings enorm. Laufend müssen Assignments und Gruppenarbeiten eingereicht, Präsentationen gehalten und Texte gelesen werden. Wenn man hier etwas besonders gut lernt, dann ist das Zeitmanagement! Doch keine Sorge, den Kurs zu bestehen ist nicht schwierig, die Kunst liegt eher darin eine wirklich gute Note zu erreichen. 3. Wohnen Was einen nicht umbringt macht einen ja bekanntlich härter...willkommen auf Sydneys Wohnungsmarkt! Teil Dein Zimmer mit drei anderen und bezahl 130 Dollar die Woche! Freunde Dich mit deinen Mitbewohnern, den Kakerlaken an! Wohne bei einer chinesischen Familie! Oder lebe in einer Art Abstellraum ohne Fenster! Es gibt nichts, was es hier nicht gibt und jeder arme wohnungssuchende Student hat mindestens eine gruselige Story am Start. Die gute Nachricht: Bisher hat noch jeder eine Bleibe gefunden! Die schlechte Nachricht: Bei den meisten strapaziert die Wohnungssuche ganz schön die Nerven…lasst Euch nicht entmutigen – auch wenn die ersten Tage der Suche sehr hart sind und Ihr einige Horror-Behausungen seht und mit Verzweiflungsanfällen kämpft – die meisten finden innerhalb einer Woche etwas Passables. Zu den Wohnverhältnissen: In Australien sind WGs (shared accommodation) der Standard. Manchmal sind die Zimmer teilmöbliert, man kann aber gut second hand Möbel oder seine Sachen beim guten alten Ikea kaufen. Die Mietpreise liegen in Sydney generell etwa 20 bis 30 Prozent über den deutschen. Zu Beginn muss man sich zunächst die Frage stellen, ob man an der Macquarie und somit weiter weg von der City oder lieber in der Stadt wohnen möchte und dafür einen längere Fahrt zur Uni in Kauf nehmen will. a) Wohnen an der Macquarie Über die Uni kann man sich für einen Platz im Wohnheim on oder off Campus bewerben. Die Häuser und Zimmer sind ganz nett, aber nichts Besonderes und mit bis zu 200 Dollar/Woche absolut überteuert. Viele Studenten tun sich zusammen und mieten sich auf eigene Faust ein Haus in uninahen Stadtteilen wie Marsfield, Eastwood oder Epping und kommen weitaus günstiger davon (ab 100 Dollar). Auf dem Campus hängen gerade zu Beginn des Semesters viele Wohnungsanzeigen aus. Weiterhin gibt es das Accommodation Office, das für manche eine Hilfe ist. Generell kann man zwei Dinge festhalten: Erstens bekommt man hier nicht wirklich mit, dass man im schönen Sydney ist und zweitens ist hier abends wenig los; bis auf eine Bar namens „The Ranch“ und ein Shoppingcenter gibt es dort ***ähm-hmmmm-überleg*** eigentlich nichts, oft wird sich aber privat bei jemanden zu Hause getroffen. In die Stadt dauert es 45 Minuten mit dem Bus, es ist aber gerade nachts relativ kompliziert wieder zurück zu kommen. b) Wohnen in der City Viele Studenten entscheiden sich in der Stadt oder Nähe der Stadt zu wohnen. Auch ziehen einige Leute, die im ersten Semester an der Uni gewohnt haben, in die Stadt – selten umgekehrt. Direkt im Central Business District (CBD) ist es schwierig etwas Anständiges für einen guten Preis zu bekommen. Die Wohnungen sind oft dreckig, verkommen und überteuert. Empfehlenswert sind z.B. Surry Hills, Glebe und Newtown, Paddington und Balmain. Auf der Nordseite der Stadt geht es weiter mit Kirribilli (ich wohne hier), Milsons Point und North Sydney. Etwas weiter im Norden und eine Kompromisslösung zwischen Uninähe und Stadt sind Crows Nest, Wollstonecraft, Waverton, St. Leonards, Lane Cove und Chatswood. Manche wollen in Manly oder Bondi direkt am Strand wohnen, wo es zwar schön ist, man von dort aus aber sehr lange zur Uni braucht. Wie finde ich eine Wohnung? Hilfreiche Internetseiten sind www.flatmates.com.au und www.domain.com.au. Es bietet sich auch an die schwarzen Bretter von der UTS und der Sydney Uni aufzusuchen. Falls man eine Wohnung alleine/mit mehreren selber anmieten möchte, kann man das über Real Estate Agents machen, die Vermittlungsgebühr wird vom Vermieter (landlord) getragen. Allerdings muss man damit rechnen, dass ein Beweis für ein gedecktes Konto sowie oftmals auch Referenzen, dass man „good character“ hat, verlangt wird. Mietpreise sind wie bereits erwähnt höher als in Deutschland. Hier wird meistens pro Woche bezahlt und mit 130 bis 180 Dollar die Woche für ein WG-Zimmer muss man im Schnitt schon kalkulieren. Dazu kommen oft noch die Rechnungen (bills), die mit ca. 5-10 Dollar pro Woche zu Buche schlagen. Am Anfang wird meistens eine Kaution (bond) gezahlt plus eine Anzahlung gemacht. 4. Sprache und Australier Die Sprache ist – of course – Englisch. Macht Euch keine Sorgen um den australischen Akzent. Auch wenn man am Anfang nicht alles versteht – ging mir so, ging vielen so – man kommt schnell rein. Die Australier sind super laid-back, freundlich und hilfsbereit. An einige Gepflogenheiten muss man sich als Deutscher aber erst mal gewöhnen. Wundere Dich also nicht, wenn... ...Wildfremde Dich mit „Darling“ oder „Honey“ ansprechen, ...sogar der Kassierer im Supermarkt wissen will „How are you today?“ ...Du anfängst, dem Busfahrer „Thank you“ zu sagen, wenn Du aussteigst, ...Leute barfuss durch die Stadt laufen ...die Kellnerin es „fantastic“ oder „excellent“ findet, wenn sie Deinen Teller abräumen darf, ...Du es normal findest, dass ungefähr jeder zweite einen 4WD (Geländewagen) fährt. 5. Finanzierung Ein Studium in Australien ist nicht billig. Neben den Studiengebühren fallen die Lebenshaltungskosten an, die in Sydney etwas über denen in einer deutschen Großstadt liegen. Wohnen und Transport sind teurer als in Deutschland. Ein Wochenticket Zonen City bis Macquarie (Green Travel Pass) kostet 40 Dollar. Preise für Essen im Supermarkt und auf Märkten sind vergleichbar mit Deutschland, Fisch, Fleisch, Obst und Gemüse sind sogar oft günstig. Auswärts essen ist definitiv billiger, in kleinen Asia-Restaurants oder in den zahlreichen Foodcourts bekommt man eine gute Mahlzeit für 5 bis 10 Dollar. Die Uni hat eine Art Mensa im „SAM“, die nicht schlecht ist, aber teurer als in Deutschland. Weggehen ist ebenfalls vergleichbar mit Deutschland. Ein großes Bier oder ein Glas Wein kostet um die 5 Dollar, Cocktails und Co. um die 10 Dollar, der Eintritt ist vor 22h meist frei. 1000 Euro pro Monat ist ein realistischer Betrag, den man einplanen sollte. Dazu kommen dann noch Extraausgaben für Reisen, Kleidung, Möbel etc. Es gibt verschiedene Förderungsmöglichkeiten/Stipendien wie DAAD, Auslandsbafög, Bildungskredit und universitätseigene Stipendien von der Macquarie. Es lohnt sich, für das Macquarie Stipendium zu bewerben, ich habe wirklich einige kennen gelernt, die es bekommen und dadurch die kompletten Studiengebühren erlassen bekommen haben. Weiterhin besteht natürlich auch die Möglichkeit sich in Sydney einen Job zu suchen. Mit dem Work Visa, das man beantragen muss, kann man während des Semesters bis zu 20 Stunden pro Woche arbeiten. Stellenangebote gibt es z.B. auf www.seek.com.au . 6. Tipps und Tricks für einen guten Start und Aufenthalt - Eröffnet noch in Deutschland ein Girokonto bei der Deutschen Bank, dann könnt hier bei der australischen Westpac gebührenfrei Geld abheben, - Nehmt eine Mehrfachsteckdose mit nach Australien, dann könnt Ihr alle Eure Geräte gleichzeitig anschließen und braucht nur einen Adapter zu kaufen, - Dienstags ist Kinotag – mit Studentenausweis 5 bis 6 Dollar, - Handys aus Deutschland funktionieren hier, einfach eine Prepaidkarte von z.B. Voda-fone in einem Convenience Store oder Supermarkt kaufen, - Der Lonely Planet Australia ist ein super Reiseführer, in dem Ihr auch ein Hostel für die ersten Tage aussuchen könnt (gute Hostels in der City sind Wake Up, YHA Central, Eva’s Backpacker uvm.), - www.131500.info ist ein hilfreicher Routenplaner für den öffentlichen Transport, - Unter www.whereis.com.au findet Ihr einen virtuellen Stadtplan, - Auf Paddy’s Market (Do-So, bei China Town) bekommt man frisches Gemüse und Obst für ein Drittel des Preises in Supermärkten, - Eine sehr gute und günstige Auslandsversicherung bietet die DKV an. Sydney wird einen festen Platz in Eurem Herzen einnehmen. Die Stadt ist einfach „the place to be“ und hat unglaublich viel zu bieten. Die Macquarie war eine sehr gute Wahl für den Master, ich habe nicht nur fachlich viel gelernt, sondern auch tolle Leute aus aller Welt kennen gelernt. Warum also noch länger zögern? Welcome to Sydney!
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Gute Gründe für eine Studienplatzbewerbung über unser Sekretariat! | ||||||||||||||||||||||||||
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