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Viel Vorbereitung und Organisationsstress verbunden mit der Vorfreude auf das Neue was kommt, so könnte man sich die Wochen vor Abflug nach Down Under vorstellen. Aber die Organisation wird erheblich erleichtert durch die Unterstützung des Ranke-Heinemann Instituts, die den ganzen Papierkram wie Übersetzung der Schulzeugnisse und Bewerbungsunterlagen erledigen. Das ganze ist kostenlos bzw. in den Studiengebühren enthalten. Die Orientation-Week ist der erste Schritt um sich Vor-Ort mit dem International College of Management, Sydney (ICMS) vertraut zu machen. Meine Studienwahl fiel auf das Fach International Hospitality Management, welches ich für 3 Jahre am ICMS studieren werde und voraussichtlich mit dem Bachelor of Business abschließen werde. In der ersten Woche vor Beginn des Studiums kommt eine wahre Informationsflut auf einen zu. Im ersten Moment hat man das Gefühl erschlagen zu werden von den ganzen neuen Eindrücken, Regelungen und Informationen. Aber es ist halb so schlimm wie es sich anhört. Die Regeln bzgl. Dresscode und Umgangsformen sind leicht einzuhalten. Wer sich für dieses College entscheidet, muss wissen, dass es sich um ein „5 Sterne“-College handelt. Alle Lecturer und Verantwortlichen wollen einen darauf vorbereiten später im gehobenen oder sogar höchsten Management zu arbeiten. Wenn man diesen Hintergrund betrachtet, fällt es leicht die Regeln, welche später auch im Arbeitsleben zu beachten sind, einzuhalten.

Die wichtigsten Regeln sind: Schuluniform korrekt tragen, Pünktlichkeit und Höflichkeit. Bei den Girls bedeutet Schuluniform: weiße Bluse, Halstuch, Blazer, Hose oder Rock, wenn Rock dann nur mit hautfarbenen Feinstrumpfhosen und schwarze Absatzschuhen (keine Ballerinas). Die Haare müssen zum Zopf nach hinten gebunden sein und das obligatorische Namensschild und der Button mit dem Logo vom College müssen an der Jacke befestigt werden. Bei einer Außentemperatur von über 28 Grad wird die australische Fahne gut sichtbar außen angebracht d.h. der Blazer darf ausgezogen werden. Das Namensschild muss dann jedoch an der Bluse befestigt werden. Bei den Herren der Schöpfung gilt weißes Hemd, Anzug und schwarze Schuhe, ebenso das Namensschild sowie das Logo und eine Krawatte und die tägliche Rasur sind obligatorisch. Wenn man zusätzlich on-campus wohnt, gibt es noch eine Reihe von Regeln, was jetzt aber nicht abschreckend wirken soll. Im Großen und Ganzen spiegeln diese Regeln das alltägliche Leben wider und es leicht diese einzuhalten, wenn man ein wenig Selbstdisziplin hat z.B. muss 1x wöchentlich die Bettwäsche zu einer bestimmten Uhrzeit gewechselt werden. Vergisst man das, bekommt man ein Infringement, also eine schriftliche Verwarnung. Hat man insgesamt 3 Verwarnungen muss man das College verlassen und sich eine eigene Wohnung suchen. Auch wenn die Schuluniform nicht korrekt getragen wird bekommt man ein Infringement. Ich möchte jetzt aber niemandem Angst machen. So schlimm ist das nicht. Ich habe bisher kein einziges Infringement bekommen.

Das Studium an sich ist zeitintensiv aber auch hier gilt: wer sich selber gut organisieren kann, wird keine Probleme haben den Uni-Alltag zu meistern. Die Klassenstärke liegt zwischen ca. 12 und 30 Studenten. Es gibt keine Hörsäle mit hunderten Studenten, was das Lernen und das Verhältnis unter den Studenten als auch das Verhältnis von Studenten und Lecturern positiv beeinflusst. Die Atmosphäre außerhalb der Unterrichtszeiten ist wie das gesamte Leben in Manly sehr relaxt und unkompliziert. Man findet schnell Kontakt zu anderen Studenten. Man trifft sich bei regelmäßigen Veranstaltungen, welche vom College organisiert werden und die wöchentlichen Partys in der allseits beliebten „Sandbar“ helfen auch sich schnell einzuleben und das Heimweh zu vergessen.

Als Hospitality Student ist der erste Term auch gleichzeitig der zeitintensivste. Der Hauptgrund dafür ist das Fach Hospitality Operations d.h. die Studenten haben praktischen und theoretischen Unterricht in diesem Subject, was gut zur Vorbereitung auf das bevorstehende Industry Training im 3. und 4. Term ist. In diesem Fach durchläuft man verschiedene Bereiche am College. Darunter zählen: Service im Grand Dining Room, Service im Courtyard Café sowie die Grundlagen in der Training Kitchen und Production Kitchen. Zusätzlich müssen die Hospi Studenten an 2 Events, welche vom College organisiert werden, arbeiten. Alles wird von den Lecturern trainiert und beobachtet und geht in die Bewertung ein. An einigen Tagen kann es vorkommen, dass man früh von 8 bis 10 Theorieunterricht hat und danach noch Service im Grand Dining Room bis 21.30 Uhr. Auch in der Küche sind Arbeitstage von 8-10 Stunden keine Seltenheit. Aber wie gesagt, das gilt nur für Hospitality Studenten und auch nur für Vollzeitstudenten im ersten Term. Aber nicht zu vergessen, man hat auch eine Menge Spaß beim Arbeiten. Jedoch sollte man zu schätzen wissen, dass man an diesem College studiert, weil das eine super Grundlage ist für eine spätere Tätigkeit im Top-Management. Viele Informationen laufen über ein Intranet, wofür jeder Student sein Passwort in der Orientation Week erhält. Man sollte seine Emails mind. 2x täglich abrufen und auch alle unterrichtsrelevanten Materialien werden online zum download und ausdrucken bereit gestellt. Auch die Zensuren werden online für jeden Studenten gestellt. Pro Term werden je nach Subject mehrere Hausarbeiten geschrieben, Präsentationen gehalten, Mid-Term Exams geschrieben und am Ende des Terms die Final-Exams.

Trotzdem bleibt genügend Zeit um am Wochenende das Strandleben von Manly zu genießen. Auch unter der Woche hat man Zeit, wo man sich abends etwas vornehmen kann um das Nachtleben von Manly oder Sydney besser kennen zu lernen. Mit dem Studentenausweis bekommt man auch in Manly bei den angesagten Strandmarken wie Billabong oder Quicksilver 10% Student Discount. Auch im örtlichen Copyshop oder im Fitnessstudio gibt es Rabatt mit der ICMS Student Card. Nicht zu vergessen man lebt in Australien und in den Ferien zwischen dem Trimestern kann man das Land erkunden oder mal eben nach Bali fliegen (was für Australier das Mallorca der Deutschen ist). Flüge sind in Australien auch sehr günstig, weil es das schnellste Fortbewegungsmittel ist in einem Land, das fast so groß wie Europa ist. Auch der Student Service am College organisiert wöchentlich Aktivitäten wie z.B. Skydiving, Tagestour in die Weinregion Hunter Valley, Surfkurs übers ganze Wochenende, Paintball, Bridge Climb etc.

Es ist nur alles eine Frage der Organisation und der Selbstdisziplin. Wenn man das beachtet, ist das Studium am ICMS das Beste, was man sich vorstellen kann. Die Umgebung, die Leute und das gesamte Umfeld sind einmalig und nicht vergleichbar. Man muss es einfach erleben. Auch wenn der Geldbeutel ziemlich strapaziert wird, weil die Studiengebühren schon verhältnismäßig teuer sind, lohnt es sich ein Studium am ICMS zu absolvieren. Es gibt nichts Besseres. Mit ein wenig Mut und Willen kann man es später im Arbeitsleben sehr weit schaffen, wenn man die Grundlagen wie am ICMS vermittelt bekommt. Auch die Kooperation mit der César Ritz Hotel School in der Schweiz zeigt, welche Stellung das College hat. Der Bachelor wird am Ende des Studiums von der Maquarie University in Sydney vergeben, welche ebenfalls Kooperationspartner des ICMS ist. Also alles in allem kann ich das ICMS nur empfehlen; vorausgesetzt man hat das nötige Kleingeld und den Wunsch eine Top-Ausbildung auf hohem Niveau zu bekommen um damit die Grundlage für einen erfolgreiche Karriere im Hotelbusiness nach Abschluss des Studiums zu beginnen.

Bei Fragen könnt ihr mir gerne eine Mail an yvonne.hotzan@gmx.de schicken. Ich werde versuchen, alle Anfragen so zeitnah wie möglich zu beantworten.

An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an das Institut Ranke-Heinemann in Berlin ohne ich die Organisation im Voraus nicht hätte alleine bewältigen können. Danke für die tatkräftige Unterstützung und die freundliche Hilfsbereitschaft.

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